Sprache: Transportmittel des Denkens
Abgelegt unter: Allgemeines — Sebastian @ 12:52
Zu jeder Zeit und in jedem Moment denken wir. Sogar im Schlaf werden Gedanken, die einem den Tag über begleitet oder beschäftigt haben, in Form von Träumen, verarbeitet. Und doch fällt es uns oft sehr schwer die Gedanken zu tranportieren. Vielleicht sind wir auch manchmal philologisch unterbelichtet oder so. Vielleicht ist auch manchmal unser Gegenüber zu blöd bestimmte Gedanken zu verstehen, wenn man sie gut verpackt in Worte auf die Menschheit loslässt. Doch welche Mittel und Wege gibt es denn noch um das Gedachte, den Gedanken, seinen Mitmenschen klar und verständlich mitzuteilen…
Oft kann durch Musik die Gefühlslage und Stimmung einer Person ausgedrückt werden. Aber sind wir denn immer traurig wenn wir traurige Lieder hören? Geschenke sind auch ein Zeichen, ein Symbol um Gefühle auszudrücken. Ein weiteres Mittel ist die Mimik oder Gestik, aber da wir keine Pantomime sind, benötigen wir trotzdem zusätzlich die Sprache um unseren Gesichtsausdruck deutlich zu erläutern. Und mal ehrlich, wer versteht schon Pantomime? Für mich sehen die Kasperköpfe nicht nur verdammt albern aus, sondern können mir auch nicht wirklich verständlich machen, was sie mit ihrem rumgefuchtel erläutern wollen. Doch was machen wir im Internet, im Chat: ICQ oder MSN? Hier gibt’s nur die Schrift als Transportmittel für Gedanken und Gefühle. Na gut der eine oder andere Smiley der die Stimmung manchmal ganz passend trifft, hilft oft dabei zweideutige Kommentare eindeutig verständlich zu machen, aber so richtig kann man seine Gedanken und Gefühle letztlich nicht zum Ausdruck bringen. Und so entstehen Mißverständnisse weil wir nicht immer in der Lage sind zwischen den Zeilen zu lesen. Schade eigentlich.
Ich kann es drehen und wenden wie ich will, die Sprache und Schrift ist und bleibt das wichtigste Tranportmittel des Gedanken. Und dabei kommt ihr noch eine zweite Rolle hinzu: Sprache wirkt bildend. Jeder assoziiert etwas mit jedem Wort. Dadurch ruft das Wort auch bei jedem eine andere Erinnerung oder einen anderen Gedankengang hervor. Andere „spinnen“ den Gedanken den man gefasst und ausgedrückt hat weiter. Dadurch wird durch Sprache der Gedanke weiterentwickelt. So entstehen auch Diskussionen.
Manchmal stell ich mir dir Frage ob man nur das denken kann, was man auch fähig ist auszusprechen. Nur mir fehlen so oft die passende Worte um zu verdeutlichen was ich grad denke. Ich hasse es… Aber vielleicht liegt es ja doch an mein Gegenüber, das mich einfach nicht verstehen will. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr meinen philosophischen Tiefgang in die Welt der Sprache verstanden habt… Vielleicht gibt’s ja auch was zwischen den Zeilen zu lesen ![]()



Vielleicht solltest du mal die Kommunikationslehr von Friedeman Schulz von Thun verinnerkichen .
” Es gibt immer 4 verschiedene Möglichkeiten jemanden zu verstehen . ” Es kann freundlich sein , unfreundlich , ernst oder unsinnig .
Kommentar von Der Weihnachtsmann — 23. Oktober 2006 @ 08:54