Warum heißt Deppendorf so wie er heißt
Abgelegt unter: Politisches — Sebastian @ 18:32
Herr Ulrich Deppendorf arbeitet als Journalist beim WDR und hat gestern in den Tagesthemen einen total bekloppten Kommentar abgegeben.
Mal ernsthaft: Welche Alternative hat Ypsilanti wenn sie von der FDP nicht mitgewählt wird? Welche Alternative hat Kochs CDU wenn er nicht von den Grünen mitgewählt wird? Und was hat das mit Wortbruch zu tun, wenn man von Leuten gewählt wird, von denen man eigentlich nicht gewählt werden will? Die Verhältnisse des neuen hessischen Landtages geben, wenn die FDP bei ihren gebetsmühlenartig wiederholten Absagen bleibt, nichts anderes her, als eine Jamaika-Koalition, eine Rot-Rot-Grüne-Koalition oder eine rot-grüne Minderheitsregierung, die sich ihre Mehrheiten dort sucht, wo sie auch Chancen hat diese zu finden. Dieses Prinzip ist übrigens ein Teil der Parlamentarischen Demokratie und die ist im Grundgesetz und in den Länder-Verfassungen vorgeschrieben.
Und wenn wir uns mal auf die Themen konzentrieren und nicht auf die Parteinamen und Politiker, dann stellen wir zwei Dinge sofort fest:
- Es gibt eine parlamentarische Mehrheit links von CDU und FDP
- Jamaika ist inhaltlich genauso utopisch wie eine Ampel



Was den Wortbruch angesichts der Wahl durch Leute, von denen man nicht gewählt werden möchte, anbetrifft, sollte die CDU mal ganz ruhig sein: Wieviele Stammtischnazis werden wohl diesmal Koch statt den REPs die Stimme gegeben haben? BTW: Woher will die SPD hinterher eigentlich wissen, wer Ypsilanti zur Ministerpräsidentin gewählt hat? Ich kann nur hoffen, dass sich bei der nächsten Wahl keiner mehr an dieses Herumgeeiere erinnert, sonst könnte es schlimm enden.
Kommentar von Robert — 22. Februar 2008 @ 20:39