Studiengebühren in Münster
Abgelegt unter: Hochschulpolitisches — Sebastian @ 09:41
Letzte Woche hat der Senat der Univeristät Münster mit 12/11 Stimmen für die Einführung von 275 Euro Studiengebühren votiert. Klingt ja zunächst nicht ungewöhlich, da sich schließlich Senatoren anderer Hochschulen in NRW längst für Studiengebühren entschieden haben und meist sogar für 500 Euro. Aber Münster galt bislang als Bastion, da hier die Studis bis zu letzt dagegen gekämpft haben und auch die Mitarbeiter gegen Studiengebühren sind (zumindest in der Form wie sie die anderen NRW-Hochschulen haben). Doch wie kommt es dann zu diesem Abstimmungsergebnis?
Der Senat besteht aus 23 Mitgliedern, davon 12 Professoren, 7 Mitarbeiter und 4 Studenten. Professoren haben also ohne Mitarbeiter und Studenten die absolute Mehrheit (soviel zum Thema Mitbestimmung und Demokratie an der Hochschule). Die Mitarbeiter und ein Professor haben jedoch angekündigt dagegen zu stimmen. Die logische Schlussfolgerung ist, dass ein Student für die Studiengebühren stimmte. Laut Unispiegel war es auch so und mittlerweile kann es dieses (man entschuldige meinen folgenden emotionalen Wutausbruch) unmenschliche Mistschw**n nicht mehr abstreiten. Er heißt Max Brüggemann studiert BWL, ist Mitglied in der CDU, Junge Union und RCDS für den er auch die Stimme im Senat hat.
Wer ihn ein bißchen ärgern will, kann im StudiVZ nach ihm suchen und liebe Grüße auf seiner Pinnwand hinterlassen und vielleicht einen Bot schreiben, der ihn mit Dankes-Nachrichten überhäuft. Das beste wäre jetzt jedoch, dass keiner mehr auf die Idee kommt den RCDS bei den Hochschulwahlen zu wählen.
Mehr Infos:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,471793,00.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,472142,00.html




Ich find auch nicht gut, dass der junge Mann für die Studiengebühren abgestimmt hat. Dennoch leben wir in einem Land mit Meinungsfreiheit und hier zum Spam/ Bot aufzurufen finde ich genauso schlimm.
Ich kann deinen Ärger verstehen, aber seinen Frust gegen eine Person abzulassen ist auch nicht besser. Schließlich haben auch Professoren und Mitarbeiter für Studiengebühren bei besagter Sitzung gestimmt, und die waren ja vermutlich auch mal Studenten. Ihre Abstimmung ist genauso schlimm, wie die des einen Studenten.
Und wenn man dem Spiegel-Online-Artikel Glauben schenken darf, schrecken in besagter Community einige Leute nicht mal vor Drohungen (auch gegenüber seiner Freundin, die ja nun gar nix mit der Sache zu tun hat) zurück. Das finde ich mal richtig schrecklich. Da beginn ich wirklich an der Studentenschaft zu zweifeln, wenn zu solchen Mitteln gegriffen wird…
Kommentar von Isabel — 19. März 2007 @ 23:19
Ich entschuldige deinen emotionalen Wutausbruch keineswegs. Ich kenne dich gut genug um zu wissen dass du eigentlich mehr Reife besitzt als du hier zur Schau stellst.
Mit einem solchen Mobbingaufruf stellst du hier jene demokratischen Strukturen in Frage, die du jedes Jahr im Frühling zu verteidigen versuchst. Aufgrund demokratischer Entscheidungen die schmale Grenze zwischen Kritik und Anstandslosigkeit zu überschreiten zeugt in der Regel von einer Beliebigkeit in der Verteidigung unserer Freiheitlich Demokratischen Grundordnung. Unterstützung oder Aufruf zu dem was du hier geschrieben hast ist eine solche Grenzüberschreitung, und was du vorschlägst wie man reagieren sollte ist schlichtweg nicht richtig!
Kommentar von .peter — 21. März 2007 @ 21:54
Ähm, sind nicht StudiVZ-Bots jetzt „verboten“? Außerdem, was bringt denn jetzt noch den Typen per StalkerVZ zu belästigen, die Würfel sind doch gefallen, oder? Erklärtes Ziel – das schreibst du ja selbst – ist zu verhindern, dass der RCDS bei Hochschulwahlen überhaupt noch einen Blumentopf gewinnen kann.
Kommentar von Robert — 21. März 2007 @ 22:31
Ohh Peter, ich bewundere deine ständige und immer währende Aufrichtigkeit
Kommentar von Sebastian — 22. März 2007 @ 09:19
Ja Chef, danke Chef
Kommentar von .peter — 22. März 2007 @ 11:58
lol
Kommentar von Sebastian — 22. März 2007 @ 14:00
Falls euch beiden langweilig sein sollte und ne Story braucht: Ein webbekannter „Werbetreibender“ aus Hamburg haut momentan mächtig damit auch die Kacke, dass er einen Backlink von einer deutschen Uni organisieren könne. Den Link, der ihn zu einem angeblich höheren Ranking führen soll, versucht er sich dabei momentan von Studenten zu kaufen, die für 150€ ihren HRZ-Account gefährden sollen. Weitere Hintergrundinformationen (inklusive interessanter Diskussion) gibt es im SELFHTML-Forum sowie bei mir.
Kommentar von Robert — 22. März 2007 @ 15:28
Finde ich halb so wild … wer es halt braucht. Der Ehling jedenfalls sollte besser content erstellen, um damit echte Zugriffe zu kriegen, denn google stellt auch nur die Realität dar, sonst nix. Der Typ spinnt, wenn er meint ein Uni-Link bringt ihm das große Geld.
Kommentar von .peter — 22. März 2007 @ 21:12